Pfannkuchenteig selber machen: 5 Zutaten, die du sowieso hast
Pfannkuchen sind kein Rezept, über das man lange nachdenken muss. Mehl, Eier, Milch, eine Prise Salz — Zutaten, die du sowieso da hast. Und trotzdem stehen im Supermarkt Fertigmischungen in Shakern und Flaschen, die das Gleiche versprechen — nur ohne Schüssel und Schneebesen.
Die Frage ist nicht, ob die Flasche schlecht ist. Spannend ist eher, was sie enthält und was du dafür bezahlst.
In diesem Artikel findest du ein einfaches Grundrezept für Pfannkuchenteig, einen ehrlichen Blick auf die Zutaten der Fertigmischungen und einen Kostenvergleich. Damit kannst du frei entscheiden, ob du das nächste Mal lieber zum Shaker greifst oder selber rührst.
Einfacher Pfannkuchenteig — das Grundrezept mit 5 Zutaten
Für 4 bis 6 Pfannkuchen brauchst du:
— 200 g Mehl (Weizenmehl Type 405 reicht völlig)
— 2 Eier
— ca. 400 ml Milch
— 1 Prise Salz
— etwas Butter oder Öl für die Pfanne
Alles in eine Schüssel geben. Verrühren — mit dem Schneebesen, der Gabel, oder ja: einer leeren Flasche, wenn du eine zur Hand hast. Es muss kein perfekt glatter Teig sein.
Pfanne erhitzen, etwas Butter rein, eine Kelle Teig, verteilen, warten bis die Unterseite goldbraun ist, wenden. Dauert vielleicht 2 Minuten pro Pfannkuchen. Der ganze Teig ist in unter 3 Minuten angerührt.
Kein Backtriebmittel nötig. Keine Maisstärke. Kein Aroma. Die Eier machen den Teig von allein locker genug.
Fertigmischung vs. selber machen — was steckt in Mondamin, RUF & Co.?
Im Supermarkt stehen mehrere Pfannkuchen-Shaker und Backmischungen. Hier ein Blick auf die Zutatenlisten — ohne Wertung, einfach zum Nachlesen.
Mondamin Pfannkuchen Teig-Mix (198 g, ca. 1,99 €)
Weizenmehl, Glukosesirup, Eipulver, Eigelbpulver, Fruktose, jodiertes Speisesalz.
Zusätzlich nötig: 400 ml Milch.
Minuto Shaker Pfannkuchen (205 g, ca. 3,09 €)
Weizenmehl, Glukosesirup, Volleipulver, modifizierte Kartoffelstärke, Backtriebmittel (Diphosphate, Natriumcarbonate), Salz.
Zusätzlich nötig: Milch.
RUF Pfannkuchen Shaker (200 g)
Weizenmehl, Zucker, Maisstärke, Backtriebmittel (Natriumhydrogencarbonat, Glucono-delta-lacton), Speisesalz, Aroma.
Zusätzlich nötig: Milch. Kein Ei — weder frisch noch als Pulver.
Drei Mischungen, drei Varianten. Was auffällt: Echte Eier sind in keiner davon. Entweder Eipulver — oder gar nichts. Dafür findet sich in allen Glukosesirup oder Zucker, teilweise Stärke und Backtriebmittel. Also Zutaten, die ein einfacher Pfannkuchenteig nicht braucht.
Das ist keine Kritik. Das ist die Rückseite der Verpackung.
Kostenvergleich: Pfannkuchen selber machen vs. Fertigmix aus der Schüttelflache
Stand März 2026
Milch brauchen beide Varianten — also vergleichen wir nur das, was in der Packung steckt, mit dem, was du stattdessen selbst zusammenstellst.
Selber machen (für 4–6 Pfannkuchen)
— 200 g Mehl (1 kg Haushaltsmehl ca. 0,59 €) → ca. 0,12 €
— 2 Eier (Bodenhaltung ca. 0,40 €, Bio ca. 0,80 €)
— Salz + Zucker → ca. 0,02 €
— Gesamt: ca. 0,55 € bis max. 0,95 €
Fertigmischung (für 4–6 Pfannkuchen)
— Mondamin: ca. 1,99 €
— Minuto: ca. 3,09 €
— RUF Shaker: ca. 1,79 – 2,29 €
Beim RUF Shaker bezahlst du nicht einmal für Ei. Im Kern zahlst du für Mehl, etwas Zucker/Stärke, Backtriebmittel und Salz — plus Verpackung. Das sind grob 9 bis 11,50 € pro Kilo. Zum Vergleich: 200 g Mehl kosten bei einem günstigen 1-kg-Pack (ca. 0,59 €) etwa 0,12 €.
Selber machen ist also deutlich günstiger — je nach Produkt etwa die Hälfte bis ein Fünftel der Fertigmischung. Du bezahlst weniger — und bekommst einen Teig mit frischen Eiern statt Pulver, Sirup oder Aroma.
Gerade wenn das Budget knapp ist — WG-Küche, Studium, Ende des Monats — sind selbst gerührte Pfannkuchen eine der günstigsten warmen Mahlzeiten, die es gibt.
Pfannkuchen ohne Fertigmischung — was noch dafür spricht
Der Preis ist ein Argument. Aber nicht das einzige.
Keine Zusatzstoffe. Kein Glukosesirup, keine Maisstärke, kein Aroma, keine Backtriebmittel. Bei frischen Eiern braucht der Teig das alles nicht.
Zeitgewinn? Kaum. Die Fertigmischung spart vielleicht 30 Sekunden gegenüber Schüssel und Schneebesen. Dafür steht auf manchen Packungen eine Ruhezeit von 2 bis 3 Minuten.
Flexibilität. Selber machen heißt auch: du kannst variieren. Ein bisschen Vanille, Zimt, Dinkelmehl statt Weizen, weniger Zucker, mehr Ei. Die Tüte gibt dir eine Version. Deine Schüssel gibt dir alle.
Weniger Verpackung. Eine Plastikflasche pro 4 bis 6 Pfannkuchen — oder ein Kilo Mehl in der Papiertüte, das für fast 30 Pfannkuchen reicht.
Ein Schneebesen rechnet sich bei so einem Grundrezept ziemlich schnell. Falls du noch keinen hast: Beim schwedischen Möbelhaus kostet einer 2,50 €. Wenn du Pfannkuchen öfter machst, ist das schnell wieder drin.
Wenn's mal nicht klappt
Pfannkuchen zu dick? Etwas mehr Milch dazugeben. Der Teig sollte dünnflüssig genug sein, um sich beim Schwenken in der Pfanne von selbst zu verteilen.
Reißt beim Wenden? Meistens zu früh gewendet. Warte, bis die Oberfläche nicht mehr glänzt und der Rand sich leicht löst.
Klebt an der Pfanne? Etwas mehr Butter oder Öl. Und die Pfanne richtig heiß werden lassen, bevor der Teig reinkommt.
Der erste Pfannkuchen ist missglückt? Das ist normal. Wirklich. Der erste ist der Testlauf für Hitze und Menge. Der zweite wird besser.
Am Ende ist es deine Entscheidung
Die Fertigmischung ist nicht verwerflich. Sie funktioniert, sie ist schnell und manchmal passt genau das.
Die Unterschiede sind ziemlich klar: Bei der Mischung kaufst du Bequemlichkeit und Haltbarkeit mit ein. Beim selbst angerührten Teig hast du für wenig Geld eine direkte Basis aus Mehl, Eiern, Milch und Salz.
Wenn dir der Shaker reicht, reicht er. Wenn du lieber bei den vier Grundzutaten bleiben willst, rührst du den Teig selbst an. Viel mehr steckt in der Entscheidung am Ende nicht.